Die Ausgabe 1/2026 der Zeitschrift Kurswechsel setzt sich mit Konsequenzen der Streichung der geringfügigen Zuverdienstmöglichkeit beim Bezug von AMS-Geldleistungen auseinander. „In diesem Debattenforum finden sich zwei Beiträge aus dem Bereich der Interessensvertretung, die auf die Lebensrealität der Betroffenen eingehen.“, so die Kurswechsel-Redakteur:innen Miriam Frauenlob und Markus Griesser im Editorial zum Thema.
Darüber hinaus führen die beiden Redakteur:innen ins Thema ein, werfen Schlaglichter auf Studien und beleuchten dieses „wenig durchdachte[s] Experiment“ kritisch: „Dass die Umsetzung dieser mit Jänner 2026 in Kraft getretenen Reform durch eine Koalitionsregierung unter Beteiligung der SPÖ möglich war, erstaunt u.a. insofern, als sich AK und ÖGB (vordergründig) klar für eine Beibehaltung der Zuverdienstmöglichkeit positioniert hatten. Vor allem jedoch sind die für die Reform ins Feld geführten Argumente alles andere als unumstritten.“
Die Textbeiträge sind auch online als PDF abrufbar:
- Editorial: Neue Hürden für arbeitslose Personen in Österreich: Konsequenzen der Streichung der geringfügigen Zuverdienstmöglichkeit (Miriam Frauenlob / Markus Griesser)
- Sesseltanz um den Zuverdienst (Martin Schenk)
- Sabotage am Arbeitsmarkt. Das Zuverdienstverbot zum Arbeitslosengeld ist eine Kampfansage an Kunst und Kultur (Clemens Christl / Daniela Koweindl)
Kurswechsel ist die Zeitschrift des Beirat für gesellschafts‑, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM). Sie erscheint seit 1986 und versammelt vierteljährlich wissenschaftliche Beiträge zu jeweils einem Schwerpunktthema. Ziel ist das Einbringen von Ergebnissen kritischer sozialwissenschaftlicher Forschung in die politische Debatte.
