Salon IG 2018

Eine Mitgliederreihe

Salon IG sind wöchentliche Präsentationen von Mitgliedern der IG Bildende Kunst – im Fokus dieses Formates steht nicht primär das Ausstellen der eigenen künstlerischen Arbeit, sondern die Vorstellung und Diskussion eigener Ideen und Projekte – sowohl im Entstehungsprozess als auch realisiert.
Das Präsentationsformat wurde von den Mitgliedern als sehr konstruktiv und bereichernd für die weitere künstlerische Laufbahn empfunden. Aus diesem Grund wird diese Mitgliederreihe weiterhin angeboten und durch Rahmenveranstaltungen und Workshops erweitert.

Kuratiert von Vasilena Gankovska


Dienstag, 13. März 2018, 19 Uhr

Birgit Zinner
Mit Kofferkunst quer durch Europa – Mögliche Antworten
Präsentation und Reflexion des performativen Kunstprojekts

Im Rahmen von SALON IG 2018 gibt uns Birgit Zinner Einblick in ihr Projekt, erzählt über ihre Beweggründe dieses durchzuführen, bespricht Probleme während der Realisation und freut sich, ihre Erfahrungen und Erkenntnisse mit dem Publikum auszutauschen.

Das Projekt umkreist folgende Themen, welche Zinner aus ihrer künstlerischen Perspektive diskutieren möchte: Wie schaut der Kunstmarkt aus und welche sind die Alternativen? Wie vermittle ich als Künstlerin mein Kunstwerk? In wieweit trenne ich meine Person von meiner Arbeit oder beziehe sie ein? In wieweit beziehe ich meine persönliche Situation mit ein? Wie viel gebe ich preis und was darf ich nicht offenbaren? Wie gelingt es mir, Interesse für meine Inhalte zu wecken, eventuell den Blickwinkel der Rezipient_innen zu ändern?  Wann ist ein Kunstprojekt geglückt?

Gezeigt wird außerdem ihr Film “Wilde Horden”. Das Filmmaterial sammelte die Künstlerin während ihrer Reisen im Rahmen des Projekts.

www.birgitzinner.com


Mittwoch, 21. März, 19 Uhr

Michael Heindl
T Archive (Data for Radical Interpretation)

Wie und wofür werden personenbezogene Daten und Informationen gesammelt und archiviert? Wer nutzt sie und welche Bedeutung haben dabei sogar trivialste Informationen? Michael Heindl begann das Projekt T Archive (Data for Radical Interpretation) im Jahr 2016 mit der Idee, eine eigene (künstlerische) Sammlung von Daten und Informationen aufzubauen. Im Zentrum der Arbeit stehen Telefongespräche, die von Passant_innen im öffentlichen Raum geführt werden. Das Mitgehörte, wird dabei vom Künstler handschriftlich aufgezeichnet und archiviert. Ergänzend dazu, werden Ort und Zeitpunkt des Telefonats notiert und ein skizzenhaftes Portrait der telefonierenden Person angefertigt. Da die Aufzeichnungen, abhängig etwa von der vorherrschenden Geräuschkulisse, teilweise ungenau sind und auch immer nur ein Ende der Telefonleitung bekannt ist, eröffnet sich beim Lesen ein Raum für Interpretationen. Es entstehen Narrative, die nicht nur etwas über die telefonierende Person aussagen, sondern vor allem über den Betrachter der Arbeit selbst.

Im Rahmen von SALON IG präsentiert Michael Heindl sein Projekt und gibt einen Einblick in seine künstlerische Arbeitsweise.

www.michaelheindl.net


Dienstag, 6. März 2018 von 10:00 bis 13:00

Workshop zu Präsentationstechniken im Rahmen von SALON IG 2018
Beschränkte Teilnehmer*innenzahl.
Anmeldung unter galerie(at)igbildendekunst.at bis 1. März 2018 (Wartelisteplätze)

Der SALON IG nimmt die Perspektive der „Commons-Idee“ des Teilens und des Tauschens von Wissen im Zusammenhang von Präsentationstechniken ein. Gemeinsam mit Renate Höllwart (/ecm, trafo.K, schnittpunkt) und Beatrice Jaschke (/ecm purpurkultur, schnittpunkt) werden Fragen verhandelt wie: Wie rede ich über meine eigene künstlerische Arbeit? Welche Informationen sind bei einem Artist-Talk relevant und wie sollte ich die Präsentation künstlerischer Arbeit von der Konzipierung bzw. der Ideenfindung bis zur Fertigstellung strukturieren?

Diese Fragen werden im Rahmen der Veranstaltung Präsentationstechnicken von der eingeladenen Kurator*in mit Publikum erarbeitet. Das Ziel der Veranstaltung ist die Unterstützung der Künstler*innen bei der Entwicklung der Artikulationsstrategien über ihren eigenen künstlerischen Herangehensweisen. Es wird gebeten ein Objekt/Dokument mitzubringen, das als Beispiel für die Präsentation der eigenen Arbeit herangezogen werden kann.

Idee: Ezgi Erol und Elke Smodics