MAYDAY 2026 (Quelle: https://mayday.jetzt/)

MAYDAY 2026: WIDERSTAND, SOLIDARITÄT, ZUKUNFT

Am 1. Mai gehen wir wieder auf die Straße – für soziale Rechte, Sichtbarkeit und kollektive Kämpfe

Der 1. Mai ist mehr als ein Feiertag. Er ist ein politischer Kampftag, ein Tag, an dem sich weltweit Menschen versammeln, um für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen einzustehen. Auch in Österreich wird der Mayday erneut zum Ausdruck von Widerstand, Solidarität und kollektiver Organisierung.

Was einst als internationaler Kampftag der Arbeiter:innenbewegung begann, ist heute ein vielstimmiger Protest gegen Prekarisierung, Ausgrenzung und soziale Ungleichheit. In Zeiten von Sparpolitik, unsicherer Beschäftigungsverhältnisse und zunehmender gesellschaftlicher Spaltungen bekommt der Mayday eine neue Dringlichkeit. Doch statt bloßer Alarmierung geht es am 1. Mai um Handlung: um das Sichtbarmachen von Kämpfen und das gemeinsame Einfordern von Rechten.

Wir fordern Fair Pay, wir fordern Fair Play!

Wir fordern Absicherung bei Erwerbslosigkeit. Wir stellen uns gegen eine Sparpolitik, die einmal mehr soziale Ungleichheiten und Ausgrenzung vorantreibt. Wir fordern gleiche Rechte für alle! Wir kämpfen für ein gutes Leben für alle.

Für wen wir auf die Straße gehen

Der Mayday richtet sich an all jene, deren Arbeit oft unsichtbar bleibt oder systematisch entwertet wird: prekär Beschäftigte, Care-Arbeiter:innen, Künstler:innen, Migrant:innen, Frauen* sowie trans, inter und nicht-binäre Personen, Arbeitslose, Aktivist:innen.

Dabei geht es nicht nur um einzelne Verbesserungen, sondern um grundlegende gesellschaftliche Veränderungen, um eine solidarische, gerechte Zukunft.

Mayday heißt: gemeinsam handeln

Der Mayday ist kein statisches Ritual, sondern ein lebendiger Ausdruck politischer Praxis. Gerade in Österreich zeigt sich, wie vielfältig diese Kämpfe sind: von urbanen Protesten in beispielsweise Linz, Wien oder Innsbruck bis zu regionalen Initiativen an anderen Orten. Der Mayday verbindet sie: als Plattform, als Signal, als Bewegung.

Wie unmittelbar und konkret diese Auseinandersetzungen sind, zeigt sich derzeit besonders in Wien. Fragen nach dem Recht auf Stadt und nach Orten, an denen kritische Öffentlichkeit überhaupt möglich bleibt, werden dabei zur zentralen Auseinandersetzung, die wir nicht kampflos hinnehmen. Initiativen wie St. Marx für Alle! machen sichtbar, was auf dem Spiel steht, während gleichzeitig Räume wie das Amerlinghaus oder das freie Radio Orange 94.0 unter Druck geraten – Orte, die seit Jahren Austausch, Widerstand und Selbstorganisation tragen. In diesem Kontext ist auch die kontinuierliche Arbeit von ZARA (Zivilcourage & Anti-Rassismus-Arbeit) zentral, die tagtäglich rassistische Vorfälle dokumentiert, Betroffene unterstützt und damit sichtbar macht, wie dringend antirassistische Praxis bleibt. Der Mayday ist auch ein Tag, um diese Kämpfe zusammenzudenken und gemeinsam zu verteidigen.

Mayday heißt: laut sein, sichtbar sein, gemeinsam kämpfen.
Der 1. Mai gehört uns allen!


Termine rund um den Mayday 2026 in Österreich

Wien

  • Mayday-Demonstration
    1. Mai 2026
    15:00 Uhr, Christian Broda Platz, Demonstration Für ein gutes Leben für Alle!, https://mayday.jetzt/

Linz

  • Mayday Linz – Demonstration & Aktionen
    10:30 Uhr, Schillerpark, Treffpunkt und Auftaktkundgebung
    11:30 Uhr, Landstraße, Demo, https://maydaylinz.at/
    12:00 Uhr, Hauptplatz, Schlusskundgebung

Graz

  • 1.-Mai-Demonstration (KPÖ)
    10:00 Uhr, Mariahilferplatz, Demo

Innsbruck

  • „Gemeinsam kämpfen, gemeinsam feiern“
    Bündnis-1.-Mai-Demonstration
    11:30 Uhr, Landhausplatz

Radio