Kunst ist Arbeit. Und gehört bezahlt! „Künstler_innen müssen angemessen honoriert werden. Ein Anspruch auf eine adäquate finanzielle Abgeltung ihrer erbrachten Leistungen ist dafür unabdingbar.“, plädiert Alexander Jöchl, Vorsitzender der IG Bildende Kunst, auch in Richtung der wahlwerbenden Parteien. Die IG Bildende Kunst fordert:
■ Künstler_innenhonorare als Bedingung für öffentliche Förderungen
■ verbindliche Ausstellungshonorare
■ Ausstellungsvergütung als Urheber_innenrecht
■ Ausbau der Förderungen für Kunst- und Kulturschaffende
■ jährliche Valorisierung der Subventionen für die freie Szene
■ Erhöhung sämtlicher Stipendien auf (das anvisierte Mindestlohniveau von) mind. 1.500 Euro
„Pay the Artist now! Pfeif auf das symbolische Kapital!“ bringt es die IG Bildende Kunst mit einem Slogan auf den Punkt, um auf ein strukturelles Problem hinzuweisen. Was in fast allen Berufen unbestrittene Selbstverständlichkeit ist, stellt Künstler_innen immer noch vor Herausforderungen oder treibt sie gar in Bittsteller_innenpositionen. Dagegen verwehrt sich auch Paula Pfoser, Vorstandsmitglied der IG Bildende Kunst: „Der Stehsatz, dass sich leider keine Künstler_innenhonorare ausgehen, muss aus der Kunstszene verschwinden!“ Adäquate Budgets für Offspaces, selbstorganisierte Ausstellungsräume und überhaupt die freie Szene sind hierfür essentiell. Ebenso sind die großen Ausstellungshäuser bei Künstler_innenhonoraren in die Pflicht zu nehmen. „Als Interessenvertretung bildender Künstler_innen erwarten wir entsprechende Maßnahmen von den kunstpolitischen Entscheidungsträger_innen.“, so Alexander Jöchl abschließend.
(Pressemitteilung der IG Bildende Kunst, 4.10.2017) (facebook)
Wir wählen ist eine Kampagne der IG Bildende Kunst anlässlich der Nationalratswahl 2017. Forderungen und Herausforderungen in Text und Bild auf den Punkt gebracht.
