Teresa Awa und Sheri Avraham widmen sich in Text und Bild brennenden Fragen zu fairer Bezahlung künstlerischer Arbeit. Ein künstlerischer Blick richtet sich dabei auf mehrere Jahre Kampagnenarbeit von IG Bildende Kunst und Künstler*innen Vereinigung Tirol, reflektiert den State of the Art und skizziert selbstermächtigende Strategien für Arbeit und Leben als Künstler:innen. Vor welchen Ergebnissen, vor welchen Herausforderungen stehen wir? Wie wirken diese in unseren Alltag als Künstler:innen? Warum arbeiten wir unter derart prekären Bedingungen, wie können wir das ändern?
“A political question so close to everyday experience.” (Teresa Awa)
Entstanden ist ein kleines Booklet im Risoprintverfahren. Mit visuellen Notizen von Teresa Awa aus der Define Redefine Konferenz im April 2025. Mit Texten von Sheri Avraham und Teresa Awa zum Über-/Leben im Kunstbetrieb und zu kämpferischen Perspektiven für die Zukunft. Mit grafisch inszenierten Zitaten, die mit QR-Codes auf Texte und Informationsmaterial zu fairer Bezahlung verweisen. „This Artistic Report is not a report in the usual sense. It’s a trace. A diary. A listening device.“, schreibt Sheri Avraham in den einleitenden Sätzen.
Das Format des Sketchbooks mit auch unbedruckten Blättern lädt ein, eigene Gedanken zu ergänzen. Teresa Awa: „I hope this booklet has enough empty pages to jot down frustrations, plot a strike, note down how many hours you’ve worked and how much you have been paid and maybe a thank you note for someone who helped you understand a funding application…”
„Time passes. Bills arrive. Work happens.“ (Sheri Avraham)
Gedanken zur Arbeits- und Lebensrealität als Künstler:innen verknüpfen Sheri Avraham und Teresa Awa in ihren Text- und Bildbeiträgen mit Strategien zu systemischer Veränderung. Die Define Redefine Konferenz bot den Rahmen für eine Fülle an Ideen und Inspiration, so auch die Lieblingsmomente von Teresa Awa: „The most beautiful moments in the conference were when folks came together and talked about future possibilities of organizing a strike to demand obligatory fair pay and minimum standards for wages.” Denn Künstler:innen müssen von ihrer Arbeit leben, nicht bloß überleben können. Die beiden Künstler:innen plädieren für das Teilen von Wissen, Solidarität im Alltag und eine starke Selbstorganisierung. “Unions are a material girl’s best friend <3”, resümiert Teresa Awa schließlich in ihrem Textbeitrag.
We are already working. Pay the artist now!
Erschienen ist der Artistic Report als Edition in limitierter Auflage von 100 Stück, nummeriert und signiert. Sechs verschiedene Papiere, zwei Druckfarben im Innenteil, goldfarbener Print am Cover: „We are already working. Pay the artist now!“. Jedes Exemplar ist eingehüllt in zartes Seidenpapier mit einem Zitat von Maria Lassnig.
Get your copy!
Artistic Report zur “pay the artist now!”-Kampagne
Ab sofort erhältlich in der IG Bildende Kunst.
Auflage 100 Stück, nummeriert, signiert.
Preis: 20 Euro (für Mitglieder der IG Bildende Kunst 15 Euro)
Um den Artistic Report zu bestellen, klicken Sie bitte auf den Button oder schreiben Sie ein E-Mail an office@igbildendekunst.at

Konzept: Sheri Avraham
Zeichnungen: Teresa Awa
Grafische Gestaltung und Texte: Teresa Awa, Sheri Avraham
Sprache: Englisch
Herausgeberin: IG Bildende Kunst
Format: 14,7 x 10,5 cm, 80 Seiten
Risographie (Bild, Text), zwei Farben: ultramarin, neonorange
Jedes Booklet enthält eine Vielfalt an sechs verschiedenen Papierqualitäten und -farben.
Risoprint in Kooperation mit Soybot, 1160 Wien
Define Redefine (Konferenz, Live Radio Show, Ausstellung) fand im April 2025 in Wien zur diskursiven und künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Anliegen pay the artist now! statt. Define Redefine war mehr als eine Veranstaltung – es war eine queere, rassismus- und antisemitismuskritische, feministische Versammlung, eine künstlerische Intervention, ein Aufruf zur Handlung! Define Redefine hat Künstler:innen, Kulturarbeiter:innen und Entscheidungsträger:innen zusammengebracht, Austausch gefördert, Perspektiven entwickelt. (Konzept: Sheri Avraham, Michael Strasser.)
Eine Audiodokumentation hält die Beiträge aus dem Veranstaltungsprogramm fest. Der Artistic Report greift Erkenntnisse – aus der Konferenz und Ausstellung, aus der vorangegangenen „pay the artist now!“-Infotour und dem „pay the artist now!“-Glossar – auf und denkt weiter.
