In jeder Ausgabe des Bildpunkt wird der Titel des Schwerpunktthemas in einer anderen Schrifttype gesetzt, diesmal in der Big Top (Jeroen Klaver, Amsterdam 2022, https://shamrocking.com). Es ist eine Western-Woodtype. Aber es geht um Wasser: Die Schrift erinnert an den Schriftzug der Circus-Bar (https://circus bar.com.gt) am Atitlansee in Guatemala, ein legendäres Musiklokal. Der Atitlansee entstand durch die Explosion eines Supervulkans, er hat keinen natürlichen Abfluss. Er ist umgeben von 12 indigenen Dörfern und ist ein beliebter Ort für den Bau von Luxusvillen. Durch Abwässer und Düngemitteln etc. ist der See stark belastet. Die zahlreichen Villenbesitzer*innen organisierten sich als „Freunde des Sees“, scheinbar besorgt um dessen Verschmutzung. 2016 stellten sie eine technische Expertise vor, um den See durch einen künstlichen Mega-Unterwasserabfluss (Megacolector) zu „säubern“. Durch den Kampf der indigenen Bauernorganisation CCDA u.a. wurde aufgedeckt, dass dieses Megaprojekt vor allem den Zuckerrohrplantagen der Agraroligarchie am Pazifik als Bewässerung dienen sollte. (www.spiegel.de/politik/ausland/guatemala-der-kampf-gegen-die–verschmutzung-des-atitlansees-a-1271247.html). Guatemala ist eines der am meisten Zucker produzierenden Länder der Welt.
