Netzwerke

#77 Netzwerke, Sommer 2026

Wir kennen die Netzwerke als basisdemokratische Alternative zur Partei, aber auch das Networking als permanente neoliberale Anrufung, soziales Kapital zu akkumulieren. Kein Aufstieg ohne Netzwerk, aber auch keine politische Organisierung ohne Verstetigung geknüpfter Verbindungen (etwa in Gewerkschaften oder Interessensvertretungen). Das Netz ist Informationsquelle und Datenträger, aber als Metapher auch längst ausgeleiert. Leben wir noch in der Netzwerkgesellschaft? Im soziologischen Ansatz der Akteurs-Netzwerk-Theorie wurde die soziale Welt als Netzwerk verschiedenster, nicht nur menschlicher Akteur*innen interpretiert, die... mehr

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Netzwerke im Buch

Geht es um Netzwerke, sind die Bücherlisten von Karriereratgebern geprägt, gespickt mit allerlei Tipps zum Networking für den individuellen Aufstieg. Die Hochkonjunktur analytischer Texte zu Netzwerken als Sozialform, der Rolle von Vernetzung als Praxis und der Frage nach der Netzwerkgesellschaft liegt schon ein paar Jahre zurück. Hier ist aber nach wie vor zu lernen, dass...mehr

Kunst- und Kulturpolitik

Internationale Verbindung als Arbeitsstruktur

Die International Association of Art/Association Internationale des Arts Plastiques (IAA/AIAP) steht seit den 1950er Jahren für eine bis heute aktuelle Idee: Bildende Künstler:innen brauchen grenzüberschreitende Räume der Verständigung, der Solidarität und der gemeinsamen Interessenvertretung.

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Eine Biennale ist eine Zwischennutzung ist eine Kürzung: über die aktuellen Anhäufungen im Kunst- und Kultursektor

In diesem kleinen Text möchte ich etwas, was gerade passiert, begreifen. Das was passiert, ist eine Anhäufung von Ereignissen in der Kunst- und Kulturszene. Dieser Haufen besteht aus zwei Hälften: auf der einen Seite stehen Veranstaltungen, Festivals und Ausstellungen, die große mediale Aufmerksamkeit bekommen. Auf der andere Seite liegen Taten seitens einzelner Akteur:innen im Kunst-...mehr

IG Bildende Kunst wird 70! – eine Oral History Reihe

Teil II: Gespräch mit Daniela Koweindl

Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der IG Bildende Kunst im Jahr 2026 führen wir, Guilherme Maggessi und Vasilena Gankovska, Gespräche mit (ehemaligen) Vorstandsmitgliedern und Mitarbeiter:innen, die über ihre Tätigkeit im Verein erzählen und Anekdoten über das kunstpolitische Geschehen vergangener Jahre teilen. Das zweite Gespräch fand mit Daniela Koweindl statt.

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